Versicherungen sind nicht gerade das Erste, mit dem man sich als frisch eingeschriebener
Studienanfänger herumplagen möchte. Was natürlich vollkommen verständlich ist -
schließlich gibt es genügend neue Aufgaben zu bewältigen, und allein das Studium kann
anfangs ganz schön in Anspruch nehmen. Außerdem sind noch viele das sorgenfreie Leben bei
den Eltern gewöhnt, bei dem das Schließen eigener Verträge höchstens für Handy & Co.
galt. Dabei kann es sehr sinnvoll sein, zumindest die Fakten zu kennen - dann gibt es
später auch kein böses Erwachen.
Unumgänglich und obligatorisch ist die eigene Krankenversicherung. Bei den Gesetzlichen
Versicherungen ist dies noch relativ einfach geregelt - bis zum 25. Geburtstag ist man
als ordentlicher Studierender in der Regel kostenfrei über die Familienversicherung der
Eltern versorgt. Für die Zeit danach kann man sich ebenfalls recht unkompliziert als
Student versichern lassen. Viele Familienkassen schicken hierfür rechtzeitig eine
Erinnerung mit Anmeldeformular, so dass man sich nahtlos weiterversichern lassen kann.
Hierbei gilt, dass die Studentische Krankenversicherung zum Vorteilstarif nur bis zur
Vollendung des 30. Lebensjahres bzw. bis zum Ende des 14. Fachsemesters möglich ist.
Daneben gibt es eine ganze Reihe an Versicherungen die möglich, aber nicht immer nötig
sind. Die Entscheidung für oder gegen einen bestimmten Versicherungsschutz hängt
selbstverständlich von den Bedürfnissen des Einzelnen ab. So sollte man sich
beispielsweise bei einer Rechtsschutzversicherung die Frage stellen: In welchen
Situationen könnte ich in rechtliche Not geraten? (Streit mit dem Vermieter, Autounfall,
Probleme im Job...) Dabei tritt in vielen Fällen sogar die Prozesskostenhilfe für
Studenten ein; dies jedoch nur bei zu erwartendem Prozesserfolg. Wer auf Nummer sicher
gehen will, ist deshalb mit einer Rechtsschutzversicherung gut beraten. Ebenfalls
sinnvoll kann eine Hausratsversicherung sowie private Haftplicht sein. Gerade, wer in
einer WG wohnt und über wenig bis gar keinen finanziellen Mittel verfügt, kann sonst
schon bei einem Wasserschaden mitunter übel dastehen.
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