Home Termine FAQ.Hilfe Login Registrieren Impressum | AGB
  Infos zum Thema: Studienabbruch

Nicht jeder stellt von Anfang an die richtigen Weichen - weil Studieninhalte und - Schwerpunkte, aber auch die jeweiligen Lebensumstände selten vorhersehbar sind, stellt manch ein Student erst später fest, dass das angestrebte Studium so gar nicht den eigenen Vorstellungen entspricht. Was zu Beginn vielleicht noch durch eine Extraportion Disziplin wett gemacht werden kann, das wird spätestens nach ein oder zwei Semestern quälender Vorlesungen, Hausarbeiten-Stress und längst nicht mehr interessanten Seminaren unmöglich: Ein Studienabbruch scheint dann die mögliche Lösung. Dabei sollte sich jeder kritisch fragen, ob das komplette Aufgeben der bisherigen Studienleistungen tatsächlich ohne Alternative ist - oder ob es andere, vermeintlich sanftere Kompromisse geben kann. Als Beispiel wäre hier der Fachwechsel zu nennen, welcher manch ein Student selbst noch kurz vor den Abschlussarbeiten entscheidet. Selbstverständlich ist dies eher die Ausnahme - doch in der Studienberatung oder beim Gespräch mit einer Vertrauensperson von Uni oder FH wird schnell klar, dass eingeschlagene Wege bei Nichtgefallen nicht zwingend zu Ende gegangen werden müssen. Wichtig ist hier, die finanziellen Konsequenzen wie beispielsweise den Verlust von Bafög mit einzuplanen.

In anderen Fällen scheint das Studium als Ausbildungsform generell aussichtlos - dann kann eine Ausbildung, aber auch eine organisierte Auszeit neue Impulse geben. Viele Ex-Studierende nutzen die Zeit nach dem Studienabbruch, um beispielsweise bei einem Praktikum oder einem Freiwilligen Sozialen Jahr (bis zu einer gewissen Altersgrenze) ihre Interessen in die Tat umzusetzen und Ziele neu zu stecken. Wichtig ist auch hier sowohl die finanzielle Absicherung als auch die Krankenversicherung - bei Exmatrikulation verliert man auch den günstigen Studentenstatus. Eventuell kommt auch ein Urlaubssemester in Frage, welches sowohl bei starken psychischen Belastungen als auch bei schweren familiären Problemen beantragt werden kann. Der Vorteil hierbei: Der Studentenstatus beispielsweise bei der Krankenkasse bleibt gewahrt, und die Auszeit lässt sich prima zur Neuorientierung nutzen.

Wer hingegen definitiv weiß, was er möchte, der kann relativ reibungslos vom Studium in eine passende Ausbildung einsteigen. Empfehlenswert ist auch hier eine professionelle Unterstützung, beispielsweise bei der Berufsberatung. Schließen Ausbildung oder Job nicht unmittelbar ans Studium an, muss für die Zwischenzeit eine Übergangslösung für die Kranken- sowie Sozialversicherung gefunden werden. Auch ein kleines finanzielles Polster ist dann sehr ratsam.